Papier

Die Bezeichnung kommt von „Papyros“ einer Staude, deren Stängel früher im alten Ägypten gepresst und zu langen Bahnen geklebt und gerollt wurden. Der Papyros wurde im Mittelalter vom Pergament verdrängt, das aus geglättetem dünnen Leder (Schaf, Zeige, Kalb) hergestellt wurde und bessere Eigenschaften als Schrift- und Gemäldeuntergrund hatte.

Papier, so wie wir es kennen, wurde im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung in China erfunden und verbreitete sich von dort zunächst nach Korea und Japan, im 11. Jahrhundert dann auch bis nach Europa.

Waren früher Lumpen und Leinen der Ausgangsstoff für Papier, wird der größte Teil des Papiers heute aus Holz hergestellt.

In der Kreativen Malschule wird Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer/innen zu allen erlernten Maltechniken eine anschauliche Lektion in Materialkunde erhalten. So finden Sie zu jeder Technik Tipps für das passende „Werkzeug“. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Papier“:

„Aquarellpapier: Das Papier für die Verwendung in der Aquarellmalerei ist speziell geleimt, auftragend, dick und saugfähig. Es kann auch für andere Zeichentechniken verwendet werden. Die Grammatur von Aquarellpapieren liegt zwischen 120 g/m² bis zu 850 g/m² (Aquarellkarton ab ca. 150g/m²).

Büttenpapier: Aus der Bütte von Hand geschöpftes oder auf der Rundsiebmaschine hergestelltes Papier. Wasserzeichen sind nur als Anlagerungswasserzeichen oder unechte Wasserzeichen möglich.

Chinapapier: Ein besonders weiches, saugfähiges, meist leicht gelbliches Papier, wird hauptsächlich für Kupferstiche oder Radierungen verwendet, meist aus Reisrohstoff gefertigt.

Elfenbeinkarton: Stark satinierter, knickharter Karton für Gruß- und Visitenkarten, Färbung meist leicht abgeschlagen nach Gelb oder Grau, Grammatur um 240 bis 320 g/m².

Feinpapier: Holzfreies (nach DIN) und hadernhaltiges Papier.

Gestrichenes Papier: Papier, das mit einer ein- oder beidseitigen pigment- oder kunststoffhaltigen Masse (Minimum 5 g/m²) beschichtet (bestrichen) wurde.

Naturpapier: Ungestrichenes Papier ohne oder mit Oberflächenbehandlung oder Pigmentierung bis 5 g/m².

Pergamentpapier: Weitgehend fettdicht und nassfest gemachtes Zellstoffpapier“


 

„Für China- und Japanpapiere werden Eichenrinde, Lindenholz, Bambus, die Fasern von Maulbeerbäumen, Chinagras u.a. verwendet.
Natur-Papier absorbiert Flüssigkeiten (Wasser, Terpentin, flüssige Tinten- und Druckerfarben). Filterpapiere und Löschpapier sind ungeleimte Naturpapiere.
Um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten, (z.B. Tintenfestigkeit) werden dem Papierbrei bestimmte Mengen an Leim zugesetzt (Paraffin-Wachsleime, Kunstharze), der das Papier mehr oder weniger saugunfähig macht. (…)
Sehr wenig Leim enthalten Tiefdruckpapiere.
Zum Druck von Lithografien verwendet man gut geleimte Papiere.
Zeichenpapiere sind unterschiedlich geleimt.
Geripptes Ingrespapier wird für Kohlezeichnungen verwendet.
Sehr gut geleimt müssen Papiere für die Aquarell– und Gouachemalerei sein. Aquarellpapiere haben im allgemeinen eine Seite, die mehr oder weniger stark gekörnt ist (sehr fein, fein, halbrau, rau, extrarau), die andere Seite, die „Rückseite“, ist weniger gekörnt (…)“

 

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