Leinwand

Leinwand ist ein festes, wenig geschmeidiges Gewebe, das aus den Bastfasergarnen von Pflanzen wie Flachs, Hanf oder Jute oder besteht.

Für die Ölmalerei und heute auch für die Acrylmalerei ist Leinwand der am häufigsten verwendete Malgrund. Auf Leinwand wirken die Farben am leuchtendsten, und das leicht nachgebende Material ist ideal für einen dickeren Farbauftrag geeignet.

Es gibt für die Malerei verschiedene Leinwandsorten:

  • fein
  • halbfein
  • grob
  • sehr grob (Jute)

Diese Leinen werden alle bereits präpariert im Handel verkauft, man kann sie aber auch selbst vorbereiten und aufspannen.

In der Kreativen Malschule wird Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer/innen zu allen erlernten Maltechniken eine anschauliche Lektion in Materialkunde erhalten. So finden Sie zu jeder Technik Tipps für das passende „Werkzeug“.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Malgrund für die Ölmalerei:

Für die Ölmalerei muss der Maluntergrund grundiert oder versiegelt werden, damit das Öl nicht in den Stoff, die Pappe oder das Holz eindringt. Nur auf einer Grundierung kann die Ölfarbe richtig trocknen. Die im Fachhandel angebotenen vorgrundierten und bereits auf einen Keilrahmen aufgezogenen Leinwände bieten sich dafür an. Diese können Sie so, wie sie sind, an die Wand hängen.

Es gibt verschiedene Leinwandsorten:

  • Fein (fast glatt),
  • halbfein,
  • grob,
  • sehr grob (Jute).

Aber auch die günstigen Malpappen, mit Maltuch bespannte Holzplatten und Öl-Malblöcke eignen sich sehr gut für die Ölmalerei.“


Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Leimung der Leinwand mit ölhaltiger Grundierung, die ein rasches, lasierendes Malen erlaubt – Schritt 1“ (von Yvette Cauquil-Prince):

 

 

„Im Wasserbad wird geperlter Fischleim erwärmt und geschmolzen. Die Konsistenz des Leimes ist dick genug, wenn er zwischen Daumen und Zeigefinger klebt. Diese Leimlösung wird auf die aufgespannte trockene Leinwand mit einem breiten Dachshaarpinsel aufgetragen. Als Ausgangsmaterial verwendet man etwas stärker verdünnten Fischleim. Dazu gibt man Gips, sog. Sparkalk (auf einen Liter Leim ungefähr ein großes Glas Gips) und mischt das Ganze gut.
Die gespannte und vorgeleimte Leinwand wird flach hingelegt; in die Mitte schüttet man etwas von der vorbereiteten Leim-Gips-Mischung und verteilt sie mit einem breiten Malerspachtel nach außen. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt, bis die Leinwand vollständig abgedeckt ist, so dass die Poren verschlossen sind. Die so behandelte Leinwand lässt man ungefähr einen Tag trocknen. (…)“

 

Zeichnen und Malen

Erfolgreich Zeichnen und Malen lernen mit dem Fernkurs im Fernstudium; ideal als Hobby oder berufliche Ergänzung.

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