Blei- und Farbstifte

Der Bleistift ist heute nicht nur im Kunstbereich einer der gebräuchlichsten Stifte zum Schreiben, Skizzieren und auch zum Zeichnen. Bleistifte erlauben es durch Anwendung von feinen oder dicken Strichen, Schrift und Zeichnungen zu variieren und zu modulieren. Sie werden in verschiedene Härte- und Schwärzegrade eingeteilt; der Härtegrad ist am Bleistiftabrieb auf dem Papier erkennbar. Sehen Sie am oberen Ende des Stiftes nach, dort ist in der Regel eine Ziffer- und Buchstabenkombination eingedruckt, wie z. B. 2H, HB, 4B.
H: steht für Härtegrad
B: steht für Black (Schwarz)

Je weicher die Mine ist (9B-3B), desto stärker reagiert sie auf den geringsten Druck der Finger und umso fetter und schwärzer wird der Strich. Je härter die Mine ist (H bis 6H), desto feiner und heller ist der Strich. Diese Bleistifte eignen sich für Architekten und technische Zeichner. Übliche Bleistifte zum Schreiben liegen in der Mitte und haben meist die Bezeichnung HB.

Buntstifte, auch Farbstifte genannt, werden wird vor allem zum Illustrieren und weniger für künstlerische Darstellungen verwendet. Durch seinen feinen Farbabrieb können Sie mit dem Buntstift exakte Linien zeichnen. Buntstifte, die mit Wasser vermalt werden können, heißen Aquarellstifte.

Der Buntstift wird wie der Bleistift in Holzfassung produziert. Gute Buntstifte bestehen aus hochwertigen Farbpigmenten und haben einen weichen, aber dennoch exakten Farbabrieb.

In der Kreativen Malschule werden Sie die Materialien, mit denen Sie künstlerisch umgehen werden, ausführlich kennen lernen. Viele praktische Tipps und Anleitungen erwarten Sie. Lesen Sie hier einige Auszüge aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Graphitstifte“:

„Die Minen von Grafitstiften enthalten im Gegensatz zu Bleistiften nur Grafit, während Bleistiftminen aus einem Grafit-Ton-Gemisch bestehen. Grafitstifte haben einen Minendurchmesser von ca. 0,5 bis 1,5 cm. Eine stabilisierende Hülle wie bei Bleistiften ist wegen der Stärke nicht mehr nötig. Sie erhalten sie als Stange gepresst oder der einfacheren Verwendbarkeit halber mit Holzfassung. Die Stärke der Grafitstifte wird ebenso wie beim Bleistift in H- und B-Werten gemessen. Die Unterschiede zwischen beiden Stiftsorten sind im Prinzip gering. Grafitstifte eignen sich etwas besser zum Verwischen und Schraffieren. Mit ihnen erzielen Sie dunklere, dickere und strukturiertere Linien als mit dem Bleistift. Grafitstifte sind ergiebig und vielseitig einsetzbar. Die puren Grafit-Sticks können – ohne Papierhülle – auch mit der Breitseite für Schraffuren und flächige Zeichnungen verwendet werden.“


Je härter die Mine ist, umso stärker reagiert sie auf den geringsten Druck der Finger, und umso fetter und schwärzer wird der Strich. Je weicher die Mine ist, umso mehr ist der Strich fein, heller grau und trocken. Diese Bleistifte eignen sich für Architekten und technische Zeichner.

Farbstifte gibt es genau wie Bleistifte heute in vielen verschiedenen Ausführungen. Durch die modernen Herstellungsmethoden sind die meisten Markenfarbstifte von ausgezeichneter Qualität. Manche der Farbstifte sind wasserlöslich. Mit einem Marderhaarpinsel, der mit sauberem Wasser angefeuchtet ist, können die mit dem Stift aufgetragenen Farben abgeschwächt und die Farbtöne miteinander verbunden werden.

 

„Die heute gebräuchlichen Bleistifte sind von hervorragender Qualität, die traditionellen mit Holzfassung genauso wie die zahlreichen Minenstifte, die auf dem Markt sind (die Minen dazu gibt es in verschiedenen Stärken).

Härteskala von hart nach weich:
Die Härtebezeichnungen H, F, B sind die Anfangsbuchstaben der englischen Wörter für hart, fest und schwarz.

9H – 8H – 7H: sehr hart; für Lithografen und Xylografen
6H – 5H – 4H: für Architekten und Ingenieure, für ganz exakte Zeichnungen und Pläne
3H – 2H – H: hart; für scharflinige Zeichnungen und leichte Schattierungen
F: für feine Zeichnungen
HB – B: mittelweich; für mittlere Schattierungen und feine Zeichnungen;
gebräuchlichste Schreibhärte
2B: für kräftige Schattierungen; Schreibstift
3B – 4B: für Studien und Skizzen
5B – 6B: für tiefe Kernschatten
7B – 8B: für tiefste Kernschatten und tiefschwarze Zeichnungen

 

Ursprünglich war die Bleistiftmine aus natürlichem Graphit, einem Kohlenstoffmineral; heute wird sie aus einer Mischung von fein gemahlenem Graphit und einem Bindemittel hergestellt. (…)
Im Prinzip kann Bleistift auf allen Papieren, außer Glanzpapier, verwendet werden. Um aber gute Resultate zu erhalten, vor allem, wenn man eine sorgfältige Arbeit machen möchte, sollte man entweder Ingres-Papier oder ein anderes ziemlich stark geleimtes Papier verwenden. (…)
Beim Arbeiten mit Farbstiften soll auf keinen Fall durch schwaches Reiben nur leicht auf das gekörnte Papier aufgetragen werden. Der Stift muss fest aufgesetzt werden und soll einen vollen und intensiven Ton ergeben. Hierauf beruht u.a. der Reiz von Kinderzeichnungen.
Erwähnt seien noch die Ölmalstifte. Mit ihnen kann man in ziemlich dicken Schichten arbeiten und sehr volle Töne erhalten. Im allgemeinen verwendet man sie, um eine Ölmalerei auf Leinwand oder Papier zu vervollständigen und abzuschließen. (…)“

 

Zeichnen und Malen

Erfolgreich Zeichnen und Malen lernen mit dem Fernkurs im Fernstudium; ideal als Hobby oder berufliche Ergänzung.

Anbieter: