2. Hineinmogeln

Manchmal blockieren uns die hohen Erwartungen an uns selbst. Ein hingeschriebener Satz muss perfekt sein. Das ist doch das Mindeste was wir von uns selbst als Autor/in erwarten dürfen, oder? Nein, überzogen hohe Ansprüche und Erwartungen werden Sie blockieren. Es gibt allerdings ein erprobtes Gegenmittel:

Sie spielen die Sache bewusst herunter. Sie sagen sich, ich mache jetzt einfach ein paar Notizen, und werfe eben mal schnell eine ganz vorläufige, provisorische Rohfassung hin. Später kann ich ja immer noch ändern, streichen und umschreiben. Sie erlauben sich also, nicht auf Anhieb perfekt zu sein – und kommen so wieder ins Schreiben hinein.

Die Technik des Hineinmogelns nutzen viele Schriftsteller. Viele brauchen Rituale, um am nächsten Tag wieder in Gang, das heißt, in das Schreiben hineinzukommen. Einige überlisten sich, indem sie am Tag zuvor ihre Arbeit mitten im Satz oder im Wort abbrechen. Am nächsten Tag wissen sie genau, was zu tun ist, wenn sie ihre Arbeit wieder beginnen.
Das Wort fertig schreiben, den Satz vollenden, etc – und schon ist man wieder drin. Andere schreiben den letzten Satz oder Absatz einfach noch einmal ab. Und schon fließt das Schreiben wieder.

 

Schreiben

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