Immobilienmakler: Image im Wandel

Kommunikation ist auch im Immobiliensektor das A und O. Denn „der Beruf des Immobilienberaters ist eine vorwiegend kommunikative Tätigkeit“, so der ehemalige Geschäftsführer des Rings Deutscher Makler Bayern Erwin Sailer gegenüber dem Internet-Portal finance.monster.

Kein Wunder also, dass in dieser Branche vor allem spontane, extrovertierte Typen gebraucht werden, die auf Menschen zugehen und dabei glaubhaft Optimismus vermitteln können. Bei ihrer „Überzeugungsarbeit“, so meinen manche Verbraucher hierzulande, übertreiben es einige allerdings manchmal — eine mögliche Ursache für den z.T. schlechten Ruf dieses Berufsstandes in der Vergangenheit. Wegen solcher schwarzer Schafe in der Branche appelliert denn auch Sailer an die eigene Zunft: „Um den Ruf der Immobilienbranche zu verbessern, gehören Integrität und Zuverlässigkeit zu den wichtigsten Eigenschaften.“

Das Image des Immobilienmaklers hat in den letzten Jahrzehnten gravierende Veränderungen erfahren. So wurde der Makler zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit großen Vorbehalten beurteilt, da er gewissermaßen als moderne Version des berüchtigten Bodenspekulanten galt — eine negative Einschätzung, die gänzlich außer Acht ließ, dass ein Makler im Gegensatz zum Spekulanten eben gerade nicht willkürlich Preise nach oben treiben konnte. Ein Negativimage, dessen Auswirkungen auch heute noch virulent zu spüren ist — ein Bild, das sich nicht zuletzt auch durch die ideologisch geprägte Kritik dieses Berufsstandes in den 60er und 70er Jahren verfestigte. Doch entzündetet sich die Kritik auch oft an der mangelnden Transparenz der geleisteten Vermittlungstätigkeit. Die Branche hat darauf reagiert und das Service- und Informationsangebot für ihre Kunden in den letzten 10 Jahren rundum verbessert.

Dadurch hat sich das Image des Maklerberufs positiv verändert. Eine Veränderung, die bis in die Berufsbezeichnung selbst reicht: „Immobilienberater“ ist in der Finanz- und Bankenwelt heute zum gängigen Titel für einen höchst erfolgreichen Dienstleister geworden. Ebenfalls eine große Rolle bei dieser erfreulichen Entwicklung spielt die veränderte Sicht des Systems Marktwirtschaft; die fast einhellige Akzeptanz unserer Wirtschaftsordnung färbt auch auf ihre handelnden Akteure ab. Zumal — und dies darf nicht vergessen werden — ist in den letzten Jahren auch die beruflich-fachliche Qualifikation und Ausbildung der Makler nochmals grundsätzlich optimiert und auf hohes fachliches Niveau angehoben wurde! Eine Entwicklung, die den Immobilenberater mittlerweile zu einem attraktiven und gefragten Beruf hat werden lassen.

Immobilien-Fachwissen von A-Z finden Sie
auch unter www.ml-fachseminare.de
und unter www.immobilien-fachwissen.de/lexikon